Inte­gral Soma­tic Psy­cho­lo­gy

Emo­tio­nen ver­kör­pern und integrieren

Emo­tio­nen sind nicht nur men­ta­le oder psy­chi­sche Pro­zes­se. Sie zei­gen sich immer auch im Kör­per – über Atmung, Mus­kel­span­nung, Herz­schlag, Bewe­gung, inne­re Akti­vie­rung oder Rück­zug. Vie­le Men­schen haben jedoch früh gelernt, bestimm­te Gefüh­le nicht voll­stän­dig zuzu­las­sen oder nur begrenzt im Kör­per wahr­zu­neh­men. Wenn emo­tio­na­le Erfah­run­gen nicht voll­stän­dig ver­ar­bei­tet wer­den konn­ten, ent­steht häu­fig die Ten­denz, Gefüh­le zu kon­trol­lie­ren, vom Kör­per abzu­spal­ten oder inne­re Zustän­de dau­er­haft zu regu­lie­ren, indem Leben­dig­keit ein­ge­schränkt wird.

Inte­gral Soma­tic Psy­cho­lo­gy® nach Raja Sel­vam ist ein kör­per­ori­en­tier­ter Ansatz, der die Ver­bin­dung zwi­schen Emo­tio­nen, Ner­ven­sys­tem und Kör­per­er­le­ben in den Mit­tel­punkt stellt. Ein zen­tra­ler Aspekt die­ser Arbeit ist das soge­nann­te emo­tio­nal embo­di­ment – die Fähig­keit, emo­tio­na­le Erfah­run­gen zuneh­mend voll­stän­dig im Kör­per wahr­neh­men und hal­ten zu kön­nen, ohne von ihnen über­wäl­tigt zu werden.

Vie­le emo­tio­na­le Schutz­me­cha­nis­men ent­ste­hen ursprüng­lich, um das Ner­ven­sys­tem vor Über­for­de­rung zu schüt­zen. Häu­fig zeigt sich dies bei­spiels­wei­se in ein­ge­schränk­ter Atmung, chro­ni­scher Mus­kel­an­span­nung, inne­rer Enge, emo­tio­na­ler Distanz oder dem Gefühl, nicht wirk­lich mit sich selbst ver­bun­den zu sein. Gleich­zei­tig kos­tet das dau­er­haf­te Unter­drü­cken oder Kon­trol­lie­ren emo­tio­na­ler Pro­zes­se viel Ener­gie und kann die natür­li­che Selbst­re­gu­la­ti­on des Orga­nis­mus einschränken.

Die Arbeit mit Inte­gral Soma­tic Psy­cho­lo­gy® unter­stützt dabei, die Kapa­zi­tät des Ner­ven­sys­tems schritt­wei­se zu erwei­tern, sodass Gefüh­le dif­fe­ren­zier­ter erlebt und gleich­zei­tig kör­per­lich inte­griert wer­den kön­nen. Dabei geht es nicht dar­um, inten­si­ve Emo­tio­nen zu ver­stär­ken, son­dern dar­um, mehr Raum im Kör­per für emo­tio­na­le Erfah­rung ent­ste­hen zu las­sen. Durch die bewuss­te Ein­be­zie­hung von Kör­per­wahr­neh­mung, Atmung, Affek­ten und inne­rem Erle­ben kann sich nach und nach mehr Sta­bi­li­tät, Prä­senz und Selbst­kon­takt entwickeln.

Ein wesent­li­cher Bestand­teil die­ser Arbeit ist die Erfah­rung, dass emo­tio­na­le Pro­zes­se nicht gegen uns arbei­ten, son­dern Aus­druck unse­rer Leben­dig­keit sind. Wenn Gefüh­le wie­der stär­ker im Kör­per ver­kör­pert wer­den dür­fen, ent­steht häu­fig mehr inne­re Wei­te, Beweg­lich­keit und die Fähig­keit, sich selbst authen­ti­scher wahrzunehmen.

Inte­gral Soma­tic Psy­cho­lo­gy® lädt dazu ein, den eige­nen Kör­per wie­der als Ort emo­tio­na­ler Erfah­rung, Selbst­re­gu­la­ti­on und Leben­dig­keit zu erle­ben. So kann Schritt für Schritt mehr Ver­bin­dung zu sich selbst, zu den eige­nen Gefüh­len und zum eige­nen inne­ren Erle­ben entstehen.

Was ist INTE­GRAL SOMA­TIC PSY­CHO­LO­GY

Inte­gral Soma­tic Psy­cho­lo­gy (ISP)  nach Raja Sel­vam ist ein kör­per­ori­en­tier­ter Ansatz, der die Ver­bin­dung zwi­schen Emo­tio­nen, Ner­ven­sys­tem und Kör­per­er­le­ben in den Mit­tel­punkt stellt. Ein zen­tra­ler Bestand­teil die­ser Arbeit ist das “emo­tio­nal embodiment”-die Fähig­keit, emo­tio­na­le Erfah­run­gen zuneh­mend voll­stän­dig im Kör­per wahr­neh­men und inte­grie­ren zu kön­nen, ohne durch sie über­wäl­tigt zu wer­den. ISP ver­bin­det moder­ne Trau­ma­the­ra­pie, Bin­dungs­for­schung und kör­per­ori­en­tier­te Psychotherapie.